Da jeder Fingerabdruck fettige Spuren hinterlässt, der Stein deswegen nicht mit der Hand berührt werden darf, steht dem Lithografen ein besonders konstruiertes Lithografie-Pult oder -Tisch zur Verfügung. Der gewerbliche Chromolithograf arbeitete zudem im Stehen oder Sitzen an einem Pult aus Holz. Eine Art Schemel war seine Sitzgelegenheit: Ein höhenverstellbarer hölzerner Drehstuhl ohne Lehne gehörte zu seiner Ausrüstung. Eine leichte Neigung zeichnete das Pult, das er benötigte, aus. Dessen beide Seitenwände ragten etwa 10-12 cm über die Tischplatte hinaus.
Die Zeichenfeder, mit der die Lithografietusche auf den Stein aufgetragen wird, besteht aus Stahl: Allerdings sind diese besonderen Federn weicher als gängige Zeichenfedern. So wird eine oft gebrauchte Feder schnell stumpf. Um sie aber wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen und damit das Zeichnen von feinen Linien oder Punkten zu erleichtern, hilft das Anspitzen auf einem Arkansas-Ölstein.
Zu den unerlässlichen Werkzeugen eines Lithografen gehört sowohl eine Feder als auch lithografische Tusche. Mit dieser Tusche aus den Grundsubstanzen Wachs, Fett, Seife und Ruß wird eine Zeichnung manuell per Feder auf den Stein angebracht. Die Tusche kann zum einen industriell gefertigte flüssige sein oder es handelt sich zum anderen um die sogenannte Stangentusche. Letztere muss zum Gebrauch mit destilliertem Wasser selbst hergestellt werden.