In Frankreich wurde die aufkommende Drucktechnik seit 1803 auch mit dem Begriff Lithographie bezeichnet; zunächst erwies sich der Steindruck aber als eine Methode für Zwecke, die nicht rein künstlerischer Natur waren. Hierzu zählte zum Beispiel der Text- und Notendruck. Erst der Musikverleger Johann Anton André aus Offenbach am Main sorgte dafür, dass die Technik der Lithografie zur Reproduktion von Bildnissen und bildnerischen Darstellungen in der Kunst ihren Einzug fand. So konnte auch hier die Vervielfältigung von Kunstwerken, das Anfertigen von Kopien in hohen Auflagen also, durch die Wirtschaftlichkeit des Massendruckverfahrens mittels der Steinpresse bewerkstelligt werden.