Vorbereitung des Steins für den Druck

Da die Zeichnung auf dem Stein nicht ohne Vorbereitung zum Druck kommen kann, müssen  noch bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. Zunächst muss ein chemischer Prozess,   den der Lithograf und der Steindrucker Ätzen nennt, eingeleitet werden. Bei diesem Vorgang sollen die Eigenschaften der druckenden Partien, die gleichsam fettfreundlich sind, verstärkt werden. Hingegen sollen die nichtdruckenden Stellen des Steins fettabstoßend und wasseraufnahmefähig bleiben.

Die Mischung, die aufgetragen wird, die sogenannte Ätze besteht aus unterschiedlichen Anteilen von Salpetersäure, Gummi arabicum und Wasser. Diese Tinktur wird nun mit einem Schwamm auf die Steinoberfläche aufgetragen und muss  einige Zeit einwirken. Durch das Ätzen wird, wie der Begriff zunächst vermuten lässt, nichts entfernt oder weggeätzt, lediglich werden durch diesen Vorgang die Druckeigenschafen des Steins optimiert. Auch kann der Prozess des Ätzens mehrmals wiederholt werden und gilt als abgeschlossen, wenn die ersten Probedrucke ohne jede Veränderung erfolgt sind.

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