Gegenwärtig unterscheiden sich laut DIN 16500 vier Hauptdruckverfahren. Sie werden als Hoch-, Tief, Durch- und Flachdruck bezeichnet. Die Druckform mit ihren druckenden Anteilen sowie den nichtdruckenden, die Verteilung dieser Partien also ist maßgeblich für die Namensgebung verantwortlich. Demzufolge lassen die erhabenen Stellen beim Hochdruck ihren Abdruck auf dem Abzug, hingegen erweisen sich die nichtdruckenden Partien als Vertiefungen.
Der Tiefdruck bedient sich nunmehr exakt der gegensätzlichen Technik. Eine Schablone, die einem Sieb ähnelt, kommt wiederum beim Durchdruck zum Einsatz. Die Druckform lässt an den zu druckenden Partien die Farbe hindurch, die nichtdruckenden indessen halten die Farbe zurück. Beim Flachdruck schließlich befinden sich die druckenden und die nichtdruckenden Anteile in derselben Ebene. Fett und Wasser – dieser chemische Gegensatz liegt dem Druckverfahren zu Grunde. Die druckenden Stellen nehmen die fettreiche Druckfarbe auf, da sie unbehandelt sind und so den Abdruck ermöglichen. Gleichsam sind die nichtdruckenden Stellen befeuchtet. Die fettreiche Druckfarbe kann durch diese Abstoßreaktion mit dem Wasserfilm nicht auf den Abzug gelangen.